GHS-Symbole

GHS Gefahrstoffsymbole

Die Kennzeichnung von Gefahrstoffen wurde bisher von Land zu Land unterschiedlich geandhabt. Dies änderte sich mit der Verordnung "Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals" (GHS). Stoffe sind seit dem 01.12.2010 und Gemische seit dem 01.06.2015 verbindlich nach GHS einzustufen und zu kennzeichnen.Kernelemente sind ein weltweit einheitliches Kennzeichnungsverfahren sowie einheitliche Einstufungskriterien für Gefahrstoffe. Die bisherige Gefahr-Bezeichnung wurde durch die Signalwörter "Achtung" oder "Gefahr" ersetzt.

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Wofür steht die Bezeichnung "GHS"?

Auf die oben geschilderte Problematik haben die Vereinten Nationen bereits 1992 auf der Konferenz von Rio de Janeiro reagiert und 2005 das "Globally Harmonized System of Classification and Labelling" (GHS) vorgestellt. Mit dieser Verordnung wird sich die bislang von Land zu Land unterschiedliche Kennzeichnung und Einstufung von Gefahrstoffen und Chemikalien ändern.

In Europa wurde das GHS durch die sogenannte CLP-Verordnung implementiert. Diese weltweit einheitliche Kennzeichnung und Einstufung von Gefahrstoffen ist seit dem 01.06.2015 für alle Länder verbindlich.


Kurz-Überblick über die Änderungen durch GHS

 EG-Richtlinien GHS-Verordnung
15 Gefährlichkeitsmerkmale 28 Gefahrenklassen mit Unterteilung in Kategorien
7 Gefahrensymbole 9 Gefahrenpiktogramme

Schwarze Symbole auf orangefarbenem Grund

Rotumrandete Raute mit schwarzem Symbol auf weißem Grund

--- Signalwörter „Gefahr“ oder „Achtung“
R-Sätze H-Sätze (Gefahrenhinweise)
S-Sätze P-Sätze (Sicherheitshinweise)
Einstufungskriterien nach Stoffrichtlinie 67/548/EWG und Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG Einstufungskriterien nach GHS-VO EG/1272/2008

Wie viele GHS-Piktogramme gibt es und was beinhalten diese?

Nachstehend wird eine vereinfachte Übersicht der neun Gefahrstoffsymbole (GHS-Piktogramme) dargestellt. Jedes Piktogramm hat eine Nummer und eine Bezeichnung für das schwarze Symbol.

  • GHS01: Explodierende Bombe
  • GHS02: Flamme
  • GHS03: Flamme über einem Kreis
  • GHS04: Gasflasche
  • GHS05: Ätzwirkung
  • GHS06: Totenkopf mit gekreuzten Knochen
  • GHS07: Ausrufezeichen
  • GHS08: Gesundheitsgefahr
  • GHS09: Umwelt

Gefahrenhinweise und Sicherheitsmaßnahmen

Um neben den Gefahrstoffsymbolen auch eine unmissverständliche Formulierung bei der Kennzeichnung von Gefahrstoffen zu erhalten, wurden einheitliche Hinweise auf Gefahren und auf die Sicherheit formuliert. Es sollte erreicht werden, dass für die benutzende Person klar ersichtlich ist, welche Gefahren von einem Stoff ausgehen kann und wie er sich verhalten muss, damit er Schutzmaßnahmen ergreifen kann.

Durch die Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen mit den entsprechenden Gefahrstoffsymbolen und Hinweisen (H und S-Sätze) kann man so auch ohne Chemiekenntnisse die Gefahren erkennen, die von den Stoffen ausgehen. Des Weiteren werden die entsprechenden Sicherheitshinweise auch mit bereitgestellt. 


Gefahrenhinweise (H- und EUH-Sätze)

Die Gefahrenhinweise werden auch als H-Sätze (engl.: hazard statements) bezeichnet und sind standardisierte Textbausteine, deren Formulierung verbindlich ist. Die H-Sätze sind in den Formulierungen für alle EU-Sprachen dem Anhang III der CLP-Verordnung zu entnehmen. Die H-Sätze werden wie folgt nummeriert: An der ersten Nummer des H-Satzes kann bereits die Art der Gefahr erkannt werden:

  • H2xy – physikalische Gefahren
  • H3xy – Gesundheitsgefahren
  • H4xy – Umweltgefahren

Die zweite und dritte Ziffer bezeichnen eine laufende Nummer. Da nicht alle der ehemaligen R-Sätze sowie weitere Kennzeichnungselemente vom GHS-System der UN abgedeckt sind, aber das Schutzniveau in der EU erhalten bleiben sollte, wurden diese in europäische H-Sätze (EUH) überführt (siehe Anhang II der CLP-Verordnung). Diese gibt es für physikalische und gesundheitsschädliche Eigenschaften, für bestimmte Gemische, für die besondere Vorschriften gelten, sowie für Pflanzenschutzmittel. Im Gegensatz zu den H-Sätzen sind die EUH-Sätze nicht Teil der Einstufung. Sie sind aber innerhalb der EU verpflichtender Bestandteil der Kennzeichnung. Beispiele:

  • H225 Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar
  • H319: Verursacht schwere Augenreizung
  • H370 Schädigt die Organe
  • EUH 014 Reagiert heftig mit Wasser

Sicherheitshinweise (P- Sätze)

Die Sicherheitshinweise werden auch als P-Sätze (engl.: precautionary statements) bezeichnet und sind im Anhang IV der CLP-Verordnung in ihren rechtsverbindlichen Formulierungen für alle EU-Amtssprachen aufgeführt.

Die P-Sätze werden wie folgt nummeriert:

Wie auch bei den H-Sätzen kann man bei den P-Sätzen bereits an der Nummer die Kategorie erkennen:

  • P1xy – Allgemeines (nur für Verbraucherprodukte bestimmt)
  • P2xy – Prävention
  • P3xy – Reaktion
  • P4xy – Lagerung
  • P5xy – Entsorgung

Die zweite und dritte Ziffer bezeichnen die laufende Nummer.

Beispiele: 

  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen
  • P280 Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz / Gesichtsschutz tragen
  • P331 KEIN Erbrechen herbeiführen
  • P403 An einem gut belüfteten Ort aufbewahren.

Auf den Etiketten müssen die Texte der H- und P-Sätze ausgeschrieben sein. Die Nummern müssen nicht angegeben werden. Insbesondere für Gefahrstoffe, die mit H-Sätzen aus der Kategorie Prävention sind, kann DENIOS Sie unterstützen mit dem umfangreichen Sortiment der PSA (Persönlichen Sicherheitsaustattung) unterstützen. Schauen Sie sich hierzu gern auch unser Sortiment zu den Produkten: Augenduschen, Atemschutz, Schutzhandschuhe oder auch Chemikalienschutz-Overall an.


Wie kann DENIOS bei der richtigen Kennzeichnung helfen?

Die international genormten GHS-Symbole zeigen auf den ersten Blick, welche Auswirkungen die Substanz hat, welche sich im Gebinde gefindet.

Bei DENIOS finden Sie die entsprechenden Schilder, Aushänge und Etiketten, die Ihnen bei der richtigen Kennzeichnung nach GHS helfen, um den gesetzlichen Anforderungen problemlos nachzukommen.

Um Ihren Kollegen und Mitarbeitern die Umstellung zu erleichtern und die anschließende Arbeit sicherer zu gestalten (immerhin geht es um großes Gefahrenpotenzial), hilft Ihnen unser DENIOS Ratgeber zur CLP-Verordnung.