DENIOS GmbH
Nordstraße 4
5301 Eugendorf

Tel.: 06225/20 533
Fax: 06225/20 533-44
E-Mail:info@denios.at
Internet: www.denios.at

Rammschutz und Absperrungen

Achtung Kollisionsgefahr! In vielen deutschen Betrieben „rummst“ es regelmäßig. Mit viel Glück gibt es nur ein paar Kratzer am Lack – im schlimmsten Fall kann es jedoch zu ernsthaften Personenschäden kommen. Anfahren und -stoßen sollte man also als Unfallursache nicht auf die leichte Schulter nehmen. Rammschutz- und Absperrsysteme sind der einfache und clevere Weg, Unfälle und Schäden im täglichen Betrieb zu vermeiden. Wir zeigen auf, welche Vorteile der Einsatz von Anfahrschutzprodukten bringt und auf welche gesetzlichen Vorgaben Sie achten sollten.

Warum Rammschutz, Anfahrschutz und Absperrungen Sinn machen

Machen wir uns nichts vor – im betrieblichen Alltag herrscht oft hoher Zeitdruck, gerade wenn es um den innerbetrieblichen Transport, Be- und Verladearbeiten geht. Gefährlich wird es dann, wenn Personenunfälle ins Spiel kommen. Laut einer Statistik der DGUV sind im Jahr 2018 rund 36.474 Arbeitsunfälle im Zusammenhang mit Flurfördermitteln und Materialtransportwagen aufgetreten. Damit entfällt der größte Anteil der Unfälle beim innerbetrieblichen Transport auf diese Betriebsmittel. Geht es beispielsweise um Staplerunfälle, sieht das häufigste Unfallgeschehen wie folgt aus: Ein Unfallopfer wird angefahren, eingequetscht oder überfahren. Aber auch das Anfahren eines ungesicherten Regals kann im schlimmsten Fall zum Einsturz und zu Personenschäden führen.

Einfach und unkompliziert zu mehr Sicherheit

Hier erweisen sich Absperr- und Rammschutzsysteme als einfache aber wirkungsvolle Maßnahme für mehr Sicherheit im betrieblichen Ablauf. Sie übernehmen dabei u.a. Funktionen wie die Trennung von Verkehrs- und Arbeitsbereichen, die Regelung des innerbetrieblichen Verkehrs, die Abgrenzung von Verkehrswegen gegenüber anderen Flächen (z. B. Lagerbereichen), das Sichern von Lagereinrichtungen oder das Freihalten von Durchfahrten. Auch das Absperren von Gefahrenbereichen, Baustellen und temporären Hindernissen lässt sich mit einer Absperrung realisieren.

Absperrungen und Rammschutzsysteme kommen nicht nur dem Personenschutz zugute: Im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung sind sie eine wichtige Vorkehrung, um Schäden an Maschinen und Anlagen zu vermeiden. Der richtige Ramm- bzw. Anfahrschutz hilft effektiv dabei, Ausfall- und Reparaturkosten zu senken. Einen beschädigten Rammschutz auszuwechseln ist letztendlich einfacher und günstiger, als die Reparatur einer Produktionsanlage.

Weitere wichtige Argumente für den Einsatz von Rammschutz und Absperrungen

Die Installation von Anfahrschutzsystemen kann sich positiv auf Ihren Versicherungsschutz auswirken bzw. diesen erst ermöglichen. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Sachversicherer. Nicht zuletzt sind Sie möglicherweise auch gesetzlich dazu verpflichtet, für ausreichenden Anfahrschutz und Absperrungen zu sorgen. Mehr dazu erfahren Sie im Folgenden.

Welche Gesetze und Richtlinien sind zu beachten?

Eine zentrale Rolle beim Thema Rammschutz und Absperrungen kommt der Gefährdungsbeurteilung zu. Als Verantwortlicher des Unternehmens trägt der Arbeitgeber die alleinige Verantwortung für die von ihm eingesetzten Arbeitsmittel. Nach dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG § 1ff) hat der Arbeitgeber vor der Verwendung von Arbeitsmitteln (Arbeitsmittelverordnung AM-VO § 1ff) die auftretenden Gefährdungen zu beurteilen (ASchG § 4, AM-VO § 3). Laut § 5 ASchG ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung und die von ihm festgelegten Arbeitsschutzmaßnahmen zu dokumentieren. Unter § 7 ASchG verpflichtet sich der Arbeitgeber die allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung umzusetzen.

Die Gefährdungsbeurteilung als Basis Ihrer Schutzmaßnahmen

So ist die Gefährdungsbeurteilung auch Ihre primäre Entscheidungsgrundlage für die Installation von Rammschutz und Absperrsystemen. Erkennen Sie im Rahmen Ihrer Gefährdungsbeurteilung entsprechende Risiken für Ihre Mitarbeiter, sollten Sie Rammschutz und Absperrungen als Teil Ihrer Maßnahmenplanung in Betracht ziehen. Wichtig: Handeln Sie, bevor etwas passiert! Im Schadensfall müssen Sie Ihrer Versicherung bzw. der Berufsgenossenschaft Ihr ordnungsgemäßes Handeln nachweisen. Mit der Gefährdungsbeurteilung und der Umsetzung der darin festgelegten Arbeitsschutzmaßnahmen leisten Sie daher auch einen wichtigen Beitrag zur Haftungsvorsorge.

Besondere Vorgaben für Verkehrswege

Der § 2 „Verkehrswege“ der Arbeitsstättenverordnung (AStV) konkretisiert die Anforderungen, die an die Sicherung innerbetrieblicher Verkehrswege gestellt werden. Generell sind Verkehrswege so einzurichten und zu betreiben, dass sie jederzeit sicher begangen bzw. befahren werden können. Mit geeigneten Maßnahmen muss den Gefährdungen für Mitarbeiter entgegengewirkt werden. Werden Transportmittel auf Verkehrswegen genutzt, muss ein ausreichender Sicherheitsabstand für Fußgänger gewahrt werden. Auch müssen Verkehrswege für Fahrzeuge an Türen und Toren, Durchgängen, Fußgängerwegen und Treppenaustritten in ausreichendem Abstand vorbeiführen (AStV § 2 (6)).

Achten Sie hier auf die in der AStV § 2 vorgegebenen Mindestbreiten und -höhen für Verkehrswege. Die Begrenzungen von Verkehrswegen sind zu kennzeichnen (AStV § 2 (3)). Auch gibt es abweichende bzw. ergänzende Anforderungen für Baustellen (ASchG § 24 (4)).

Besondere Vorgaben für Lagereinrichtungen und Geräte

In der DGUV-Regel 108-007 „Lagereinrichtungen und Geräte“ finden sich konkrete Anforderungen an Anfahrschutzeinrichtungen für Lagereinrichtungen wie ortsfeste oder verfahrbare Regale und Schränke. Laut Abschnitt 4.2.5 müssen ortsfeste Regale, die mit nicht leitliniengeführten Fördermitteln be- oder entladen werden, an ihren Eckbereichen – auch an Durchfahrten – durch einen mindestens 0,3 m hohen (Achtung: Die DIN EN 15512 fordert hier mindestens 0,4 m Höhe), ausreichend dimensionierten, nicht mit dem Regal verbundenen und mit einer gelb-schwarzen Gefahrenkennzeichnung versehenen Anfahrschutz gesichert sein. Dies gilt nicht für die Innenseiten ortsfester Endregale bei verfahrbaren Einrichtungen. Als ausreichend dimensioniert kann ein Anfahrschutz angesehen werden, wenn er eine Energie von mindestens 400 Nm aufnehmen kann. Wichtig: Anfahrschutz, der mit der Regalstütze verbunden ist, darf laut DGUV 108-007 nicht in Eckbereichen oder Durchfahrten eingesetzt werden.

Besondere Vorgaben bei der Lagerung von Gefahrstoffen

Haben Sie im Betrieb mit Gefahrstoffen zu tun, sind i.d.R. besondere Gefahren zu berücksichtigen und somit unter Umständen auch weitere Richtlinien zu beachten.

So gibt beispielsweise die Flüssiggasverordnung (FGV) § 19 ausdrücklich vor, dass Flüssiggasbehälter vor vorhersehbare, mechanische Gefahren (z. B. Fahrzeuge, schwebende Lasten etc.) geschützt sein müssen. Befinden sich Flüssiggasbehälter im oder nahe zum Verkehrsbereich müssen sie gegen Anfahren geschützt sein.

Auch die TRGS 510 „Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“ fordert einen „ausreichend bemessenen Anfahrschutz“ für entsprechende Lagereinrichtungen.

Besondere Vorgaben zur Kennzeichnung

Laut § 3 Abs. 7 und § 20 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Sicherheit und Gesundheitschutz bei der Arbeit (ASchG), BGBl. I Nr. 9/1997 wurde verordnet, dass Schilder mit Verbots-, Warn-, Gebots-, Rettungs- oder Hinweiszeichen zur Kennzeichnung von Gefahrenbereichen zu verwenden sind.

Weist ein Raum, durch den ein Verkehrsweg führt, über mehr als 1000 m² auf oder erfordert es die Einrichtung bzw. Nutzungsart des Raumes, sind die Begrenzungen der Verkehrswege zu kennzeichnen. Weiters können bei Lagerflächen sowie bei möglicher Stolper- oder Absturzgefahr Bodenmarkierungen erforderlich sein. Grundlage: § 20 (2) ASchG; § 2 (3) (8), § 11 (2) (6) AStV.

Wir beraten Sie gerne!

Ob am Telefon, via E-Mail oder persönlich bei Ihnen vor Ort - wir helfen Ihnen und beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

Fachberatung 06225-20533

Ähnliche Beiträge

Produktwelt

Gefahrstoff-Intralogistik: Effizient und sicher!

Sicherheitsprodukte von DENIOS reduzieren Transportrisiken auf ein Minimum und sorgen für eine sichere und effiziente Beförderung Ihrer Gefahrstoffe. Hier finden Sie einen Überblick über unser Poduktprogramm für mehr Arbeitssicherheit beim Transport von Gefahrstoffen.

Weiterlesen
Produktwelt

Produkt-Tipps für einen sicheren Winter

Der Winter geht mit kühleren Temperaturen und kürzeren Tagen einher – und mit saisonalen Unfallgefahren. Matsch und Glätte lassen das Betriebsgelände zur unfreiwilligen Rutschbahn mutieren, die zunehmende Dunkelheit sorgt für schlechte Sichtverhältnisse. Es empfiehlt sich daher, die richtige Vorsorge für die kalte Jahreszeit schon frühzeitig zu treffen. Machen Sie Ihr Unternehmen mit DENIOS winterfest!

Weiterlesen
FAQ

Richtig handeln bei Ölunfällen

Bei einer Ölleckage oder einem größeren Ölunfall ist schnelles Handeln gefragt – denn es drohen Schäden für die Umwelt sowie Unfallgefahren für Mitarbeiter. In unserem FAQ "Richtig handeln bei Ölunfällen" geben wir Ihnen Antworten darauf, was Sie tun können und müssen, damit Sie bestens vorbereitet sind und aus einer Ölleckage keine Öl-Katastrophe wird.

Weiterlesen
Artikel

Kampf dem Chaos: Mit der 5S-Methode zu mehr Arbeitssicherheit

Die 5S-Methode schafft Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz und erhöht dadurch auch die Arbeitssicherheit. Wie sich Unordnung auf die betriebliche Sicherheit auswirkt und wie Ihnen die 5S-Methode dabei hilft, Unfallrisiken zu reduzieren, erfahren Sie in unserem Praxis-Ratgeber.

Weiterlesen
Artikel

SRS-Unfälle vermeiden

Stolpern, Rutschen, Stürzen: Die sogenannten SRS-Unfälle sind der Dauerbrenner in den Unfallstatistiken. Mit fast einem Drittel aller Arbeitsunfälle sind Sturz und Fall laut AUVA unangefochtene Hauptunfallursache in österreichischen Betrieben. Wir stellen Ihnen 5 Maßnahmen vor, die dabei helfen, SRS-Unfälle wirksam zu vermeiden.

Weiterlesen
Artikel

Rammschutz & Absperrungen

Wann werden Rammschutz- und Absperrsysteme benötigt? Welche besonderen Vorgaben gelten für die Einrichtung betrieblicher Verkehrswege? Und was muss ein Anfahrschutz leisten, um gelagerte Gefahrstoffe zu sichern? Wir zeigen auf, welche Vorteile der Einsatz von Anfahrschutzprodukten bringt und auf welche gesetzlichen Vorgaben Sie achten sollten.

Weiterlesen
i

Die Fachinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet. Dennoch kann die DENIOS GmbH keine irgendwie geartete Gewährleistung oder Haftung, sei es vertraglich, deliktisch oder in sonstiger Weise, für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit weder gegenüber dem Leser noch Dritten gegenüber übernehmen. Die Verwendung der Informationen und Inhalte für eigene oder fremde Zwecke erfolgt demnach auf eigene Gefahr. Beachten Sie in jedem Fall die örtlich und aktuell geltende Gesetzgebung.

Menü
Anmelden
Ihr WarenkorbZum Warenkorb hinzugefügt
Zum Warenkorb